Carl & Anna Reiß und das Reiß-Museum

Die Ausstellung „Belle Époque – Tanz und Taumel einer Epoche“ der Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen huldigt seit 2019 den Stifter:innen der ethnologischen Sammlungen, die zum großen Teil unrechtmäßig in der Zeit des Deutschen Kolonialismus zusammen getragen wurden. Das Ausstellungskonzept ist schlicht ein „Sammlungsschwerpunkt“ Mannheimer Geschichten, der den damaligen Zeitgeist in der Stadt wiedergeben soll. Ein Hinterfragen der Rolle des Namensgebers Carl Reiß oder gar eine Auseinandersetzung mit der eigenen Museumsgeschichte suchen Besucher:innen vergebens. Ebensowenig werden die Mannheimer Geschichten in Bezug zum historischen Kontext des Kaiserreichs gesetzt, zu Kolonialismus, Imperialismus und den sozialen Gegensätzen und Konflikten.

Wer war Carl Reiß? Wie wurde er zum einflußreichen Investor, Politiker und Mäzen? In welchen Kreisen bewegten er und seine Schwester Anna sich? Mehr Informationen.

Bild aus: Lindemann, Anna-Maria, Mannheim im Kaiserreich.