Die Deutsche Kolonie Ostafrika (1885-1918) hatte zuletzt eine Fläche von 995 000 Quadratkilometern, maximal 4107 Deutsche lebten dort (1913). Die Kolonie umfasste die heutigen Staatsgebiete von Tansania (mit Ausnahme der Insel Sansibar), Burundi, Ruanda sowie einen kleinen Teil von Mosambik. Nach dem 1. Weltkrieg verlor Deutschland die Kolonie und das Territorium wurde auf andere Kolonialmächte aufgeteilt. Tansania ist seit 1961 von Großbritannien unabhängig, Burundi und Ruanda seit 1962 von Belgien, Mosambik seit 1975 von Portugal.
Das Auswärtige Amt und die koloniale Gewalt in Deutsch-Ostafrika
Der Maji-Maji-Krieg in „Deutsch-Ostafrika“ (Kurzversion)
Der Maji-Maji-Krieg in „Deutsch-Ostfarika“ (Langversion)
In den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen lagern etwa 800 Gegenstände, die der Mannheimer Theodor Bumiller als Begleiter Hermann Wissmanns an sich nahm, vermutlich als Kriegsbeute.
Bemerkung: Die Datenlage über die Gewalttaten der Deutschen Kolonialmacht und den Maji-Maji-Krieg in Ostafrika hat sich in den letzten Jahren durch kritische Perspektiven auf die Kolonialzeit verbessert. Sowohl im Wissenschaftlichen Diskurs als auch in der lokalen Aufarbeitung kolonialer Hinterlassenschaften werden viele Details, wie es zum Maji-Maji-Krieg kam, rekonstruiert. Dennoch sind viele Fragen offen.
Aus diesen Gründen bleibt es unsere Aufgabe, weiter zu recherchieren und insbesondere die Perspektiven der Herkunftsgesellschaft auf ihre eigene Geschichte kennenzulernen und in den Blick zu nehmen. Unsere Aufgabe in Deutschland ist zudem, den Tätern mit historischer Gründlichkeit auf die Spur zu kommen. Ein Beitrag von unserer Seite versteht sich deshalb als Diskussionsgrundlage und kann angesichts der Aufgaben nur vorläufig sein.
