Neu-Benennung

Fotocollage: Barbara Ritter

Weder das Gutachten noch die Stadt haben bisher Vorschläge für eine Neu-Benennung der Straßen vorgelegt. In der Beschlussvorlage für den Gemeinderat schlägt die Verwaltung allerdings für die Neu-Benennung eine Orientierung am Straßen-Taufbezirk „Entdeckungs- und Forschungsreisende“ vor. Damit sind wir nicht einverstanden, u.a. weil Entdeckungs- und Forschungsreisen überwiegend in kolonialen Kontexten stattfanden.

Unsere Position ist: Bei der Neubenennung der Straßen sollte die Stadt Mannheim ein klares Signal für Vielfalt und gegen Gewaltherrschaft und Rassismus setzen. Anstelle der Kolonialisten sollten Antikolonialisten und Antikolonialistinnen  geehrt werden. An die Stelle der weißen Europäer sollten Menschen aus dem globalen Süden oder von dort Zugewanderte oder ihre Nachfahren geehrt werden.

Wir schlagen folgende Personen vor:

  • die afrodeutsche Dichterin, Pädagogin, Feministin und Aktivistin May Ayim,
  • den Protagonisten des antikolonialen Widerstands in Kamerun Rudolf Manga Bell
  • die südafrikanische Sängerin und Kämpferin gegen Apartheid Miriam Makeba,
  • den  afrodeutschen Überlebenden der NS-Diktatur, Schauspieler und Beamten Theodor Michael,
  • den Protagonisten des antikolonialen Widerstands in Südwestafrika Jakob Morenga,
  • die namibische Kämpferin gegen das südafrikanische Apartheidregime  Anna Mungunda,
  • die kenianische Friedensnobelpreisträgerin, Biologin und Feministin  Wangari Muta Maathai

zum Aufruf „Neue Straßennamen als Signal gegen Rassismus und für Vielfalt“