Alle Schätze der Welt sind bei uns verfügbar, nachdem Europa die Welt kolonialisiert hat. Seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts hat sich der globale Handel so weit entwickelt, dass Zucker, Kakao, Pflanzenfette und sämtliche Gewürze überall gekauft werden können. In Deutschland verbreitete sich die Sitte, zur Weihnachtszeit eine Vielfalt köstlicher Plätzchen zu backen. Vanillekipferl, Zimtsterne, Kokosmakronen, Lebkuchen oder Schokoladengebäck bestehen zu einem großen Teil aus Zutaten, die aus kolonialisierten Ländern der tropischen Klimazonen importiert werden. Wir folgen ihrer Spur, fragen nach ihrer Herkunft, nach Handelsfirmen, nach Plantagenwirtschaft, Sklaverei, Vermarktung und nach heutigen Arbeitsbedingungen entlang der Lieferketten. Abschließend stellen wir Beiträge zu einem gerechteren Welthandel vor.
Bild: Reklamesammelbild von 1910,
aus Joachim Zeller: Bilderschule der Herrenmenschen, Berlin 2008
Kurzvortrag und Austausch an Thementischen
Dienstag, 4. Dezember 18 Uhr
Mannheimer Abendakademie
Der Eintritt ist frei.
