1850 verzeichnet das Mannheimer Adressbuch „46 Spezereien und 14 Colonialwarenläden“, um 1900 sind es schon 265. Welche „exotischen“ Waren haben diese Geschäfte im Angebot? Neu aufkommende Reklame steigert die Kauflust, suggeriert die Überlegenheit derer, die sich Kolonialwaren leisten können. Doch der Markt wird für die vielen Geschäfte enger, als die großen Warenhäuser mit ihren Lebensmittelabteilungen entstehen. Diese bieten auchBekleidung und Dekoratives im „Kolonialstil“. Dazu kommt noch die Konsumgenossenschaft. Mit ihren günstigen Lebensmitteln – auch „aus Übersee“ – buhlt sie mit der E.d.K., der Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler, um Kundschaft.
Vortrag von Barbara Ritter am 26.08. um 18 Uhr im MARCHIVUM
Beitragsbild: Kolonialwarenladen in Feudenheim, MARCHIVUM
