Die Vertreter:innen der Ovaherero vermittelten am 11. Dezember in der Mannheimer Abendakademie den zahlreichen Teilnehmenden umfassende Informationen über ihre Geschichte, Organisation sowie heutige Chancen und Herausforderungen. Darüber hinaus sprachen sie in klaren Worten aus, was sie heute von Deutschland erwarten: Restitution der Kulturgüter aus deutschen Museen, eine Anerkennung des Völkermords ohne Einschränkungen und die Bereitschaft, mit den Vertretungen der betroffenen Volksgruppen zu verhandeln.
„Die Auswirkungen des Genozids bestimmen noch heute das Leben der Ovaverero und Nama“, betonte Nandi Mazeingo, der Vorsitzende der Ovaherero Genozid Stiftung. Nach dem Genozid und der Vertreibung eignete sich Deutschland deren Land an und vergab es an deutsche Siedler. Deshalb müsse die Frage der Rückgabe von Land in Verhandlungen einbezogen werden.
Vereint mit der entsprechenden Vertreterin der Nama, Sima Luipert, spricht Mazeingo sich für neue Verhandlungen zwischen Deutschland und Namibia aus. Denn bei den Beratungen für das sogenannten Versöhnungsabkommen, das in Namibia keine Zustimmung findet, sei eine Chance vertan worden.
