Am 12. April 1884 begann im damaligen Deutsch-Südwestafrika mit dem Massaker von Hornkranz die genozidale Vernichtungspolitik gegen die Ovaherero und Nama. Zwischen 1904 und 1908 wurden rund 50% der Nama und 80% der damaligen Ovaherero durch die deutschen Kolonialtruppen brutal vernichtet.
Um an den Völkermord an den Ovaherero und Nama zu erinnern, finden in Namibia in diesem Jahr am 12. April auf !Nami≠nus (im deutschen Lüderitz genannt) und auf der Haifischinsel, dem Ort des berüchtigten Konzentrationslagers, eine Gedenkzeremonie und eine Demonstration statt. Gleichzeitig gibt es in Okahandja ein Herero-Fest mit der Erinnerung an den Genozid. Die Vertretungen der beiden Volksgruppen wenden sich gegen eine Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung Namibia-Deutschland von 2021 und verlangen neue Verhandlungen unter ihrer Beteiligung.
In Deutschland veranstalten Aktive aus der internationalen Solidaritätsbewegung am 12. April in Potsdam eine Kundgebung, in der sie die Forderungen der Nama und Ovaherero öffentlich unterstützen.
Entwicklungshilfegelder sind nicht Reparationen!
Deutschland soll den Völkermord in Namibia vollumfänglich anerkennen und sich zu Reparationen verpflichten!
Neue Verhandlungen sollen unter Beteiligung der direkt Betroffenen angesetzt werden!
