Hehlerware in den rem Mannheim

„Im Februar 1987 aus dem Königspalast Benin Citiy genommen“ ließ der britische Leutnant John A.Gregory zusammen mit seinem Namen in den Boden des Bronzetabletts eingravieren. Wie die meisten anderen aus dem Palast geraubten Schätze gelangten Tablett und Kelch auf den europäischen Markt. Der Mannheimer Tropenholz- und Kunsthändler Albert Wagenmann kaufte sie und übergab sie 1921 dem Mannheimer Völkerkundemuseum.

Mehrere deutsche Städte haben ihre „Benin-Bronzen“ bereits in das Eigentum Nigerias übertragen. Der Mannheimer Gemeinderat hat sich 2021 grundsätzlich für die Rückgabe der 29 Raubgüter aus Benin, die sich im Depot der rem befinden, ausgesprochen. Wir hoffen, dass die Stadt Mannheim in diesem Jahr offiziell vom Eigentum an der Hehlerware zurücktritt und es an Nigeria übergibt.

Für das Volk der Edo ist der Raub der historischen und identitätsstiftenden Kulturgüter bis heute eine gravierende Verletzung. Ihr Rückerhalt trägt wesentlich zur Dekolonisierung und zum Heilungsprozess bei.

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Foto: © Reiss-Engelhorn-Museen

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