Togo – deutscher Schnapshandel und Gewalt gegen die Bevölkerung

Es begann mit der Entführung von drei Vertretern einer afrikanischen Handelsgesellschaft. Dann fanden sich lokale Gemeinschaften, die einem deutschen Handelsstützpunkt zustimmten. Eine fatale Entscheidung, denn daraufhin begann Deutschland mit der militärischen Eroberung des 50 km breiten Küstenstreifens und drang ins Landesinnere vor. Die deutschen Truppen stellten die Einheimischen vor die Alternative Unterwerfung oder Vernichtung und machten viele Siedlungen dem Erdboden gleich. Deutschland verhandelte mit den benachbarten Kolonialmächten Frankreich und Großbritannien über die Grenzziehungen, und durchtrennte dabei den Lebensraum und die Handelswege der Bewohner*innen. Deutsche Verwaltung und Polizei zwangen die Bevölkerung unter Einsatz von Peitsche und Gewehr zur Arbeit. Sie sollten u.a. Baumwolle anbauen.

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Der deutsche Polizeikommandeur Valentin Massow brachte den abgebildeten Pfeilköcher der Kabiye als Kriegsbeute mit nach Deutschland. Seit 1935 liegt er im Depot der Mannheimer REM. Für die Gemeinschaft der Kabiye im Norden Togos könnte eine Rückgabe dieses Kulturguts zur Stärkung des historischen Selbstbewusstseins beitragen.

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Bild: © Reiss-Engelhorn-Museen

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