Am 12. April 1893 begingen deutsche Truppen in dem Nama-Dorf Hornkranz in Namibia ein Massaker. Es war der Beginn der Vertreibung und Vernichtung der einheimischen Bevölkerung, um das Land deutschen Siedlern zur Verfügung zu stellen. Heute noch befinden sich ca. 70% der nutzbaren Landfläche Namibias in der Hand von Weißen, die weniger als 5 % der Bevölkerung ausmachen.
Jährlich versammeln sich Ovaherero und Nama in Lüderitz, um zu gedenken, zu trauern und Widerstand zu leisten. Denn dort befindet sich Shark Island, die Haifischinsel. Die deutschen Truppen betrieben auf der Insel während des Genozids 1904 – 1908 ein Konzentrationslager, in dem Tausende starben.
Shark Island, der Hafen von Lüderitz und benachbarte Landflächen sind heute wieder im Fokus deutscher Begehrlichkeiten. Statt sich der Verantwortung für den Genozid zu stellen, unterstützt die deutsche Regierung Firmen, die dort Industrie- und Hafenanlagen bauen wollen zur Produktion von grünem Wasserstoff bzw. Ammoniak, der nach Deutschland verschifft werden soll.

Die traditionelle Vertretung der Nama organisiert gemeinsam mit Vertretungen der Ovaherero Protest- und Gedenkveranstaltungen und einen Workshop im April 2026. Sie bittet um finanzielle Unterstützung für Anreisen, Unterkunft, Verpflegung, Übersetzung, Materialien sowie die Organisation von Zeremonien und Protesten. Wir unterstützen sie im Rahmen des zivilgesellschaftlichen Bündnis Völkermord verjährt nicht.
Spenden werden dringend gebraucht
Hier spenden (Spendenplattform der Werkstatt Ökonomie, Spendenzweck 12. April)


