Kautschuk – das „schwarze Gold“ der Tropen

Die Mannheimer „Hutsch“ – ein Ableger der französichen Hutchinson – war ab 1860 eine der ersten Gummifabriken in Deutschland. Eine Reihe weiterer Firmengründungen folgte, denn die Herstellung von Kämmen, Schuhen, Schläuchen, Bändern, Reifen und vielen anderen Produkten versprach ein gutes Geschäft. Die große Nachfrage nach Kautschuk löste einen weltweiten „Goldrausch“ auf den begehrten Saft tropischer Bäume und Lianen aus. Kautschukhändler brachten die Menschen in Mittel- und Südamerika ebenso wie in Afrika mit allen Mitteln zum Kautschuksammeln. Im Südteil der deutschen Kolonie Kamerun musste die gesamte Bevölkerung der Kautschukbeschaffung dienen, bis sich 1913 Plantagenkautschuk aus Südostasien auf dem Weltmarkt durchsetzte.

Der Vortrag fand statt im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltungsreihe von Rhein-Neckar-Industriekultur e.V., Arbeitskreis Kolonialgeschichte Mannheim und Mannheimer Bündnis für gerechten Welthandel und der Mannheimer Abendakademie.

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