Lange Zeit war er davon ausgegangen, dass Kameruner und Deutsche sich verständigen und voneinander lernen können. Dann musste er erleben, dass die deutschen Kolonialherren auf totale Unterdrückung setzten. Sie entzogen dem Volk der Duala die Lebensgrundlagen und zwangen die Menschen, ihre Wohnorte zu verlassen. Rudolf als Sohn von Manga Bell war der höchste Vertreter der Duala. Er widersetzte sich und wurde 1914 nach einem Scheinverfahren von den Deutschen hingerichtet.
Rudolf Duala Manga Bell ist eine Ikone des Widerstands gegen Rassismus und Kolonialherrschaft. Wir setzen uns dafür ein, dass eine der vier Straßen in Rheinau-Süd nach ihm benannt wird. Sein Name wird bereits in Aalen, wo er fünf Jahre lebte, und in Ulm, wo er die Schule besuchte, mit einem Straßennamen geehrt.
